Sonntag, 7. September 2014

Heya Guys! 


Seid nicht verwirrt, ich bin immer noch in Schottland und nicht in den Niederlanden. Aber hier sagt man auch "Heya", wenn man sich begrüßt. Das hat mich am Anfang auch etwas verwirrt, aber so denke ich immer an Nadine und Mitch wenn ich jemanden begrüße :D.

Aber jetzt mal zu meinem Update:

Diese Woche hatte ich genügend Zeit mich in meinem neuen Job als Aupair einzuleben. Es ist noch nicht besonders einfach, weil die Kinder sich erst noch an mich und meine Regeln gewöhnen müssen, aber das wird schon noch. Mein Tag läuft meistens so ab: Um 7.30 Uhr frühstücken wir alle gemeinsam. Judith bereitet die Lunch-Pakete für Omar und Sara zu und ich packe anschließend die Schultaschen der drei Kinder. Gegen 8 Uhr fährt Judith in der Regel zur Arbeit. Die Kinder haben sich in der Zeit dann schon wieder aufs Sofa begeben um an ihren Tablets zu spielen (Anna hat nur einen Spielcomputer). Ich suche während dessen die Schuluniformen zusammen. Diese besteht aus den Farben Schwarz, Rot und Weiß. Grau darf aber auch darunter gemischt werden. Wenn ich die Kinder überredet bekomme, mache ich bald ein paar Fotos für euch, damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie das ganze aussieht. 
Nachdem sich alle umgezogen, die Zähne geputzt und die Haare gekämmt haben, gehen wir gegen 8.45 Uhr los um rechtzeitig an der Schule zu sein. Zwar brauche ich alleine nur etwa 3 Minuten für den Weg, aber wenn man sich zwischendurch auch noch streiten muss, dauert das ganze natürlich länger...
Um 9 Uhr beginnt für alle der Unterricht. Sara und Omar gehen alleine in das Gebäude rein, da sie schon älter sind. Omar ist in P4 und Sara in P3 (P=Primary=Vorschule). Mit Anna gehe ich vor den Haupteingang, wo sich alle P1 Schüler aufstellen. Jede P1 Klasse hat ihr eigenes Zeichen. Annas Klasse hat einen Orangen Punkt. Hinter dem Zeichen sind etwa 20 Linien aufgemalt, wo sich die Kinder aufstellen müssen. Da die Schüler der ersten Klassen erst 4 Jahre alt sind, warten alle Eltern darauf, dass die Lehrer ihre Kinder anholen. 
Wenn die drei dann in der Schule sind, gehe ich nach Hause und räume auf. Meistens muss ich aber nur das Wohnzimmer und die Küche aufräumen, da das die Räume sind, in denen sich alle den ganzen Tag aufhalten. Anschließend habe ich frei und kann machen was ich will. Am Montag habe ich ferngesehen, bis mir das zu langweilig wurde, weil die Britischen Sender echt komisch sind... Es gibt zwar auch Nick, TLC und so, aber nicht im öffentlichen Fernsehn. Für die meisten Sender muss man nämlich bezahlen... Deswegen gibt es hauptsächlich BBC. BBC hat auch viele regionale Kanäle, aber die senden immer ur zu bestimmten Uhrzeiten. Also senden manche nur vormittags und andere nur abends. Die restlichen Sender zeigen IMMER irgendwelche Soaps :/ Aber der BBC Food sender ist mein neuer Freund geworden :D
Naja, das ist ja alles gar nicht so schlimm, da ich einen ziemlich guten Internetanschluss habe und daher den ganzen Tag Youtube videos gucken kann. Hab ich schon erwähnt das ich keine GEMA habe?? :D das ist das allerbeste im Moment :D

Diese Woche musste ich Anna immer um 12.30 Uhr aus der Schule abholen. Während der Eingewöhnungszeit in der ersten Klasse gehen die Schüler nicht den ganzen Tag in die Schule. Wenn die Schüler der P1 nach Hause gehen, öffnen die Lehrer genau beim Klingeln die Tür. Die Kinder stehen alle hinter ihrer Lehrerin in einer Reihe und warten darauf, dass sie zu ihren Eltern geschickt werden. Die Lehrerin sucht immer erst die Eltern in der Menge und schickt das Kind dort hin. Ist niemand da um das Kind abzuholen, muss es an der Seite warten. Erst dann ist das nächste Kind dran, dass zu seinen Eltern gehen darf. Das ist alles ein wenig merkwürdig, aber man gewöhnt sich schnell daran.
Zu Hause haben Anna und ich zusammen Mittag gegessen undein Mittagspäuschen gemacht. Das erste was wir aber immer machen müssen, wenn wir von der Schule kommen, ist umziehen. Damit die Kinder ihre Uniform mehrfach tragen können, wechseln sie immer sofort in andere Anziehsachen. 
Um 15.15 Uhr endet dann auch für Omar und Sara der Unterricht. Wir holen sie dann an der Schule ab und gehen wieder nach Hause. Je nachdem, welche Aktivität am Nachmittag ansteht lassen wir uns dann viel Zeit oder beeilen uns. Omar und Sara gehen zum Beispiel montags zum Karate-training.
Nachmittags spielen wir zusammen und später koche ich etwas. Meistens ist Judith zum Abendessen wieder zu Hause. Abends gucken wir oft Filme oder Kinderserien auf Youtube (schlechtes Fernsehn und so :P ).
Ab morgen ist mein Tagesablauf aber etwas anders, da Anna dann vollzeit zur Schule geht. Also habe ich Vormittags immer SEHR viel Freizeit. Da kann ich gut mal eben mit dem Bus nach Aberdeen rein fahren und shoppen :)) (das ist nicht gut für meinen Geldbeutel...)

Im Moment ist das Leben mit den drei Kindern noch nicht so einfach, da besonders die älteren beiden nicht auf mich hören. Wir müssen uns alle noch aneinander gewöhnen. Aber ich bin ziemlich zuversichtlich, dass das besser wird, denn das ist meine neue Herausforderung, die ich erfüllen werde :D

Hier sind ein paar Bilder der vergangenen Woche:


               Judith hat ein Regal für micht bestellt, welches wir zusammen aufgebaut haben.




                              Die Mädels haben sich "Frozen"-Tattos gekauft und aufgeklebt

                                                             Das fertige Produkt:
 

                           Bilder von meinem erfolgreichen Shoppingausflug nach Aberdeen





                            Hier sind so gut wie ALLE Häuser grau. Passend zum Himmel :D



Das hier ist das Krankenhaus. Als ich das erste mal mit dem Bus daran vorbei gefahren bin, habe ich gedacht, dass das ein Industriegebiet ist, weil das ziemlich viele Gemäude sind. Ein Hauptgebäude, eins zum Blut abnehmen, zwei Nebengebäude und ein Notfallzentrum.



                                       Und auf dem Rückweg war es unglaublich nebelig...


Das war ein kurzer Überblick über meine vergangene Woche. Ich hoffe er war nicht zu lang, aber wer keine Lust hat zu lesen, kann sich ja die Fotos ansehen :D

Bis Bald, 
eure Anna









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